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Dieses Thema hat 2 Antworten
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Musik Offline

Administrator


Beiträge: 72

28.03.2006 13:38
A........ antworten

A-ha – Analogue
20 Jahre ist's her, dass der Hit “Take On Me” die Charts umkrempelte, nun ist das 8. Studioalbum von Morten Harket, Magne Furuholmen und Paul Waaktaar-Savoy alias A-ha erschienen. Mit "Analogue“ betreten die drei Norweger völlig neuen Grund, denn die Stückauswahl verteilt sich ausgewogen auf die drei Komponisten. Hierbei zeigt sich, dass Magne als Songschreiber ein absoluter Gewinn und auch Morten überrascht mit seinen beiden Kompositionen. Eine davon ist der Song "Make It Soon“, gleichzeitig der Überraschungs-Track des Albums: beginnend wie eine Ballade avanciert er zum Rockkracher. Das melodiöse "Cosy Prison“ hingegen garantiert eine Gänsehaut, die Jungs können es eben immer noch!

Musik Offline

Administrator


Beiträge: 72

28.03.2006 13:39
#2 RE: A........ antworten

Aerosmith

Die Bandgeschichte von Aerosmith hätte Hollywood nicht besser schreiben können. Gegründet wurde die Band 1970 in Boston. Musikalischer Background der "Luftschmiede" war - ähnlich wie bei den Rolling Stones - der Blues in all seinen Facetten.
Angefangen hat alles damit, dass Frontman Steven Tyler auf den Gitarristen Joe Perry stieß. Zusammen mit dem Bassisten Tom Hamilton arbeiteten die "Toxic Twins", wie sie später auf Grund ihres Drogenkonsums genannt werden sollten, als Trio. Das eigentlich Witzige an dieser Sache ist, dass Tyler zu diesem Zeitpunkt noch hauptamtlicher Schlagzeuger war. Nach der Hinzunahme eines zweiten Gitarristen (Ray Tabano, wurde bald darauf durch Brad Whitford ersetzt) und der Einstellung des Schlagzeugers Joey Kramer konnte sich Steven voll auf den Gesang konzentrieren. 1972 sackten sie, nach dem sie sich in den Staaten an der Ostküste durch unermüdliches Touren einen Namen gemacht hatten, einen Plattenvertrag mit dem Major Columbia ein. Das selbstbetitelte Debüt schaffte es in den US-Billboard Charts immerhin auf Platz 166 und die erste Singleauskopplung "Dream On" kletterte bis auf Platz 59 - gar nicht so schlecht für den Anfang.

Im folgenden Jahr wurde der Name Aerosmith dank Supportslots für damalige Größen wie The Kinks und Mott The Hoople etabliert. Das zweite Album "Get Your Wings" hielt sich zwar sage und schreibe 86 Wochen in den Charts, aber der große Abräumer kam erst 1975 mit "Toys In The Attic". Aerosmith reduzierten ihre Blueseinflüsse auf hart gespielte Powerriffs, welche auch heute noch eines ihrer Markenzeichen sind.

Nach der Veröffentlichung von "Toys In The Attic" ging es kommerziell gesehen noch steiler bergauf. Das wiederveröffentlichte "Dream On" wurde genauso zum Hit wie die 76er Veröffentlichung "Rocks", die bis auf Platz drei der Charts vorstieß. Die Zeit danach war zwar auf der einen Seite von immer neuen Verkaufserfolgen geprägt, aber besonders Tyler und Perry mussten ihrem steigenden Drogen- und Alkoholkonsum Tribut zollen. Das Tyler-Zitat: "Zu dieser Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich ganz Peru leergekokst habe" ist bezeichnend für den Zustand, in dem sich die Band Ende der 70er befand. Joe Perry verließ ’79 die Gruppe, um sein eigenes Ding ("The Joe Perry Project") durchzuziehen, wie auch Brad Whitford ab 1980 mit der Whitford-St. Holmes Band.

Tyler und Co spielten mit zwei neuen Klampfern (Jimmy Crespo und Rick Dufay) noch zwei Scheiben ein ("Night In The Ruts" und "Rock In A Hard Place"), die aber im Vergleich zu den Outputs der Urbesetzung künstlerisch wie kommerziell floppten. Die verlorenen Söhne kehrten 1984 mit "Done With Mirrors" zurück, doch die ganz großen Bringer waren Aerosmith zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Andere Bands hatten ihnen mittlerweile den Rang abgelaufen. Hinzu kam, dass die "Toxic Twins" immer noch tief im Drogensumpf steckten, erst eine Rehabilitationskur brachte wieder Klarheit ins Hirn der beiden.
Endlich clean, war es dann Zeit für eines der beeindruckendsten Comebacks der Musikgeschichte. Verantwortlich hierfür waren in nicht unerheblichem Maße die Hip Hopper von Run DMC. Diese coverten nämlich den Aerosmith-Hit "Walk This Way" (die erste kommerziell erfolgreiche Verschmelzung von Hip Hop und Rock) und ließen sie auch gleich im Video einen witzigen Part übernehmen. Dieses Video brachte die Band wieder zurück in die Köpfe der Leute. Danach ging es dann Schlag auf Schlag. Mit dem Top Produzenten Bruce Fairburn (AC/DC, Bon Jovi, Cranberries, Chicago) und dem auf Single-Hits abonnierten Desmond Child (schrieb schon Songs für Alice Cooper, Bon Jovi, Michael Bolton und Cher) wurde "Permanent Vacation" aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt standen die Stadien in aller Welt wieder bereit, von Aerosmith besucht zu werden. Eine Platinauszeichnung nach der anderen machten sie zu einer der erfolgreichsten Bands der 90er.

Zwar kabbelten sich die Ex-Toxic-Twins vor den Aufnahmen zu "Nine Lives" gehörig, aber wie die großen Vorbilder Jagger und Richards scheinen sie es geschafft zu haben, den Egoismus beiseite zu lassen. Rock On oder besser: "Dream On"! "Blues On" heißt es dagegen 2003. Im Gegensatz zu der Gepflogenheit, Alben im Studio einzuspielen, nistet sich die Band auf Joe Perrys Ranch in der nähe von Boston ein. Statt weiter am perfekten Heardrock-Song zu feilen, gestatten sie sich den Luxus, ein reines Blues-Album aufzunehmen. Bevor das mit "Honkin On Bobo" betitelet Opus Anfang 2004 erscheint, gehen sie noch mit Kiss auf eine gemeinsame Headlinertour durch die USA, die bis zum Ende des jahres andauert.


Musik Offline

Administrator


Beiträge: 72

28.03.2006 13:40
#3 RE: A........ antworten

Ace Of Base

Das schwedische Quartett Ace Of Base ist nicht nur eine der erfolgreichsten Popgruppen, es ist vor allem auch das Familienprojekt der drei Geschwister Jenny, Linn und Jonas Berggren. Einzig Ulf Ekberg will nicht so recht in das Familienunternehmen passen, zumindest was den Namen angeht. Ansonsten fügt er sich gut ein, komponiert und produziert einige der Songs zum ersten Album "Happy Nation/The Sign", mit dem Ace Of Base 1993 international für mächtig Furore sorgen und dafür auch mit reichlich Edelmetall ausgezeichnet werden. Die Hitsingles des Albums, "The Sign" und "All That She Wants" verkaufen sich rund um den Globus bestens und katapultieren Ace Of Base von Null auf Eins in der Bekanntheitsskala. Ein Bilderbuchstart wie ihn sich jede Band nur Wünschen kann.
Dass die ersten Wellen des Erfolgs, und mögen sie auch noch so hoch sein, irgendwann einmal wieder verebben, müssen auch Ace Of Base erfahren. Trotzdem lassen sie sich nicht unter Druck setzen und arbeiten in aller Ruhe an einem Nachfolger zu "Happy Nation/The Sign", der 1995 dann auch unter dem Titel "The Bridge" in den Plattenläden steht. Er verkauft sich allerdings nicht ganz so gut wie das Debut, dessen himmelhohe Vorgaben wie in Stein gemeißelt über jedem neuen Album der Band stehen. Trotzdem geht "The Bridge" noch rund fünf Millionen Mal über die Ladentische, mehr als ein bloßer Achtungserfolg, vor allem angesichts des gewaltigen Drucks, der nach dem weltweiten Charterfolg von "Happy Nation/The Sign" auf den Bandmitgliedern lastet.

Danach ziehen sich Ace Of Base erst einmal zurück vom großen Showgeschäft. Zwar veröffentlichen die Skandinavier mit "Cruel Summer/Flowers" ein drittes Album, die Gunst des Publikums bleibt ihnen aber weitgehend versagt. Nicht weiter tragisch sagen sie sich und singen wieder im Kirchenchor, wie vor Ace Of Base, gründen eine Familie oder versuchen sich erfolgreich im Entertainment-Sponsoring.

2002 soll einen Neubeginn bringen, wie der programmatische Titel "Da Capo" lautstark verkündet. Als erste Singleauskopplung setzt "Beautiful Morning" zum Sturm auf die oberen Chartregionen an, ganz wie in früheren Tagen.


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